Hauswirtschaft ist ein Motor für Nachhaltigkeit

 

 

Nachhaltigkeit in Großküchen der Caritas - geht das, ist das finanzierbar? Es geht und es muss nicht immer teurer sein. Jede Maßnahme ist ein Schritt zum Ziel, jeder nachhaltige Ansatz ein Beitrag zum großen Ganzen.

Die ersten Absolventen und Absolventinnen der Weiterbildung zum Berater/zur Beraterin für nachhaltige Wirtschaftsweise in der Gemeinschaftsgastronomie stellen dieses unter Beweis. Im Abschlusskolloquium wurden die Ergebnisse der Projektarbeiten vorgestellt, in denen unter anderem folgende Themen und Maßnahmen bearbeitet wurden:

· Analyse der Betriebszeiten von Elektrogeräten in einer Großküche und Ermittlung von Einsparungsmaßnahmen durch Veränderung der Prozesse

· Vergleichsrechnungen bei der Verarbeitung von frischer und von vorverarbeiteter TK-Ware

· Reduzierung des Nassmülls im Wohnbereich einer Pflegeeinrichtung

· Einbindung von Bioprodukten im Speiseplan einer Caritas Senioren- und Pflegeeinrichtung

· Ökologisches Küchenmanagement in einer Bildungseinrichtung (Küche, Wäsche und Reinigung)

Die IN VIA Akademie gratuliert den Absolventen/ -innen, die die erste Weiterbildung in dieser Form erfolgreich absolviert haben. Diese wurde im Rahmen eines Projekts durchgeführt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird.

In den Fachgesprächen wurde deutlich, dass die Einführung nachhaltiger Maßnahmen ein Prozess ist, der in sozialen Einrichtungen bereichsübergreifend gestaltet werden muss. Das Wissen um die Zusammenhänge und die Motivation von Leitung und Mitarbeiterschaft sind wichtige Voraussetzungen dafür. – Die Weiterbildung ermutigt dazu.

Die Einrichtungen, die die Absolventen/ -innen als Berater für ihren Küchenbereich anfragen möchten, wenden sich bitte an: h.weber(at)invia-akademie.de

Informationen zum Projekt finden Sie unter www.oekologischehauswirtschaft.de

Am 6. November beginnen zwei neue Weiterbildungen:

· Berater/zur Beraterin für nachhaltige Wirtschaftsweise in der Gemeinschaftsgastronomie

· Fachkraft nachhaltige Wirtschaftsweise in der Gemeinschaftsgastronomie

Mehr Informationen zu den beiden Weiterbildungen finden Sie hier.


Die Fach- und Führungskräfte der Hauswirtschaft in sozialen Einrichtungen können wichtige Akteure zur Operationalisierung der strategischen Ziele sein, die sich aus den Leitbildern zur ökologischen Nachhaltigkeit ableiten lassen. Der Einsatz an Lebensmitteln und der Verbrauch an Energie sind enorm. Wenn man die Zahlen, Fakten und Kosten in einem Betrieb auf ein Jahr hochrechnet und ggfs. in einem Trägerverbund multipliziert, wird deutlich, wie viel Potential in diesem Sektor schlummert. Die komplexen Prozesse in einer Großküche lassen sich jedoch nicht mit allgemeinen Aussagen und Absichtserklärungen zu mehr Nachhaltigkeit umsteuern, wenn die notwendigen Maßnahmen nicht konkret und praktikabel sind.