Ökologische Hauswirtschaft in der Gemeinschaftsverpflegung

Ziel des IN VIA Projektes „Qualifizierung von Multiplikatoren für ökologisches Hauswirtschaften in Großhaushalten der Caritas (Region Ostwestfalen-Lippe)“ ist es, die Fach- und Führungskräfte von Großküchen für eine ressourcenschonende und an der Region orientierte Praxis zu qualifizieren. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, DBU, gefördert und geschieht auf dem Hintergrund, dass viele Großküchen caritativer Haushalte ein wichtiger Konsumfaktor für eine Region sind. In der Folge davon sind sie eine wichtige Zielgruppen für die Energiewende und können durch Nachhaltigkeit bei der Beschaffung und des Konsums sowie mit ihrer Energieoptimierung einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Bewahrung der Schöpfung als erklärtes Ziel von Kirche und Caritas wird im Projektverlauf durch die Einführung nachhaltiger Handlungsansätze in der Gemeinschaftsverpflegung konkretisiert.

Projektziele bis 2018

Bis Februar 2018 haben wir uns drei Ziele gesetzt:

  • Fachliche Begleitung von sechs Großküchen aus Caritaseinrichtungen in der Region Ostwestfalen-Lippe, die Nachhaltigkeit auf ihre Agenda gesetzt haben und erste Schritte in diese Richtung gehen wollen.
  • Eine Vernetzung der sechs Projekteinrichtungen und weiteren Einrichtungen, um den Einkauf bei Händlern in der Region zu intensivieren, wodurch u.a. Kosten für Transport und Lagerhaltung verringert werden können.
  • Die Entwicklung von zwei Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte aus Hauswirtschaft und Haustechnik, die mit dem Zertifikat die Befähigung erhalten, Großküchen bei der Einführung von Nachhaltigkeitskonzepten zu beraten und zu begleiten. Lernort dafür ist die Lehrküche der IN VIA Akademie, die für diese Zwecke extra mit energiesparender Technik und modernen Messgeräten ausgestattet wird.

Der erste große Schritt war eine umfassende Bedarfsanalyse in den Projekteinrichtungen, die mit dem Fachbereich Oecothrophologie von der Hochschule Fulda entwickelt wurde. Auf der Grundlage dieser Analyse wurde das Instrument „Nachhaltigkeitsmanager“ entwickelt.