Hospiz- und Palliativkultur gemeinsam gestalten – kultursensibel, niedrigschwellig, wirksam.

Wir entwickeln und erproben gemeinsam mit Fachkräften, Koordinatorinnen und Koordinatoren und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vor Ort Bildungs- und Dialogangebote für Menschen mit Migrationsgeschichte.

 

Hintergrund und Ansatz

Die Hospiz- und Palliativbewegung in Deutschland ist eine demokratische Erfolgsgeschichte. Sie entstand aus breitem gesellschaftlichem Engagement, wurde im SGB V verankert und wird heute von ehrenamtlichen Strukturen und zivilgesellschaftlichem Einsatz getragen.

Menschen mit Migrationsgeschichte waren und sind in diesen Partizipationsprozess jedoch häufig nur unzureichend eingebunden. Sprachliche, soziale und strukturelle Barrieren erschweren den Zugang zu Informationen, zu Versorgungsangeboten und zu gesellschaftlichen Diskursen rund um das Lebensende.

Das Projekt setzt genau hier an: mit einem aufsuchenden, dialogorientierten Ansatz, der bestehende soziale Netzwerke nutzt und Gesundheitskompetenz (Health Literacy) gezielt stärkt.

Der Baukasten - flexibel & kombinierbar

Das Projekt arbeitet mit einem offenen, individualisierbaren Baukastenprinzip. Wählen Sie für Ihre Gruppen oder Community die relevanten Bausteine, entweder einzeln oder in Kombination. So finden Sie die richtige Mischung:

Baustein 1

Dialograum
Offener, kultursensibler Austausch über Leben, Lebensende, Abschied und Trauer. Niedrigschwelliger Einstieg, partizipative Themenwahl, geschützter Rahmen.

Baustein 2

Versorgungsstrukturen vor Ort
Zielgruppenorientierte Informationen über ambulante und stationäre palliative Versorgungsangebote im Sozialraum. Auf Wunsch mit Einbindung regionaler Praktikerinnen und Praktiker aus Hospiz und Palliativversorgung.

Baustein 3

Fachlicher Input
Vermittlung medizinischer Behandlungsmöglichkeiten durch Palliativmedizinerinnen- und -mediziner. Hier geht es um Symptomkontrolle, palliative Versorgungsansätze am Lebensende und Aufklärung verbreiteter Missverständnisse.

Der Methodenkoffer

Ein zentrales Projektergebnis ist die partizipative Entwicklung eines praxisorientierten Methodenkoffers für Fachkräfte und Multiplikatorinnen/Multiplikatoren. Er enthält didaktische Ansätze, Materialien und Umsetzungshinweise für kultursensible Bildungsangebote und soll die Verstetigung erfolgreicher Ansätze über die Projektlaufzeit hinaus unterstützen.

 

Für wen ist das Angebot?

  • Koordinatorinnen und Koordinatoren in interkulturellen Einrichtungen
  • Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Imame, Pastor*innen, Vereinsvorsitzende, engagierte Gemeindemitglieder)
  • Fachkräfte aus Hospiz- und Palliativversorgung
  • Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Pflegekräfte mit Interesse an kultursensiblen Angeboten
  • Institutionen, die in diesem Bereich Kooperationen anstreben

Regionale Verankerung

Das Projekt ist aufsuchend angelegt, wir kommen in die Einrichtungen und Räume der jeweiligen Communities.

  • In ganz Nordrhein-Westfalen

Kerstin Bonge- Besserdich

Projektleitung

05251 2908 60
k.bonge@invia-akademie.de

IN VIA Akademie/Meinwerk-Institut gGmbH
Giersmauer 35
33098 Paderborn

Wer wir sind?

Träger des Projekts ist die IN VIA Akademie Paderborn / Meinwerk-Institut gGmbH. Die IN VIA Akademie in Paderborn ist eine staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung. Die Fort- und Weiterbildungsangebote richten sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte sowie weitere Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitswesen. Wir arbeiten praxisnah und werteorientiert mit einem Blick für gesellschaftliche Verantwortung.

Projektleitung: Kerstin Bonge-Besserdich, Bildungsreferentin im Fachbereich Pflege und Gesundheit.

Terminanfragen

Sie möchten das Angebot in Ihrer Einrichtung oder Ihrem Netzwerk anbieten? Sprechen Sie uns an – wir entwickeln gemeinsam ein passendes Format.

Unsere Kooperationspartner:

Ambulanter Hospizdienst St. Johannisstift e.V.

Paderborner Palliativnetz e.V.

Förderung:

Gefördert vom Innovationsfonds des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.